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Heidruns Buchempfehlung am Montag (26.10.2020)

Fans von dem großartigen Roman oder Film „Die Bücherdiebin“, Fans von dem Roman und Film „Der Joker“, Mütter von Söhnen und alle die einfach Romane mögen, die so einfach alles haben, Poesie, Spannung, Tragödie, Witz, Lebensnähe, sollten unbedingt zu dem neuen Buch von Markus Zusak greifen. Ein unglaublicher Autor, der so unterschiedliche Themenwelten bearbeitet. Man es kaum glauben kann, dass die o. g. Romane und dieser hier vorliegende aus ein und derselben Feder geschrieben worden sind.

Nichts weniger als ein Wunder oder Bridge of Clay, wie der Roman in Original heißt, spielt in Australien. Er beschreibt die Geschichte von Penelope, die aus Russland geflohen ist und in Australien eine neue Heimat gefunden hat. Der Roman erzählt von dem Leben von Michael Dunbar, der eigentlich ein Künstler werden wollte wie Michelangelo, der aber eigentlich immer nur eine einzige Frau gemalt hat und als die ihn verlässt, nie wieder einen Pinsel anrührt.

Und es ist die Geschichte der fünf Dunbar Brüder, die Söhne von Penelope und Michael, die früh, zu früh auf eigen Füßen stehen müssen, weil der eine Elternteil stirbt und der andere zum Mörder wird.

Es ist der älteste der Brüder, der die Geschichte aufschreibt und es ist Clay, der eine Brücke bauen muss von hoher Symbolkraft. Sie führt nicht nur über einen Fluss zum Vater, sondern auch die Familie wieder ein Stück zusammen.

Was macht den Roman so unglaublich lesenswert?

Es ist der unglaubliche Kampf eines jeden Protagonisten um das tägliche Glück, das den Roman so berührend macht.

Es sind die so realen Dialoge, der fünf Brüder untereinander, die so viel Situationskomik mit sich bringen, dass der Lesende einfach schmunzeln muss.

Es ist dieses unglaublich chaotische Haus, in dem nicht nur die Dunbar Brüder wohnen, sondern auch noch ein Goldfisch, ein Hund, ein Maultier, ein Kater und eine Taube, und in das man am liebsten sofort einziehen möchte, weil es dort so herrlich ehrlich zugeht.

Es sind die Schicksale und Tragödien, dieser Familie, die den Lesenden das Wasser in die Augen treibt.

Es sind die Lebenswege, die so viel Menschliches und Alltägliches mit sich bringen, dass der Lesende sich immer wieder selbst finden kann.

Es ist die nahezu poetische Auseinandersetzung mit dem Thema „Tod“, die dem Roman etwas unsagbar Ernsthaftes verleiht.

Es ist eben ein Roman, bei dem man möchte, dass er nie endet, denn man möchte einfach beinahe für immer bei den fünf Dunbar Brüdern bleiben.

Es ist die facettenreichre Liebe, die aus jeder Zeile und jedem Wort strömt, jene Liebe, die leiden lässt und jene Liebe, die glücklich macht.

Das ist auch so ein Roman, aus dem Filme gemacht werden – eben nichts weniger als ein Wunder.

Markus Zusak
Nichts weniger als ein Wunder
Blanvalet
3-7341-0866-2

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