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Heidruns Buchempfehlung (23.11.2020)

Wer ist schuld am Tod des neunjährigen Autisten Henry und der Mutter von fünf Kindern, Kitt, die durch einen Brand bei einer Therapiesitzung ums Leben gekommen sind?
Elizabeth, die Mutter von Henry, ist wegen Mordes an den beiden Personen angeklagt. Ihr droht die Todesstrafe. Alle Indizien sprechen für Ihre Schuld. Es ist die Hartnäckigkeit ihrer Verteidigerin, die immer neue Zweifel äußert und neue Spuren zu anderen möglichen Tatverdächtigen findet. Ihre Kreuzverhöre sind analytisch und wohl juristisch fundiert (die Autorin hat selbst Jura studiert und arbeitet als Anwältin) und so spannend, dass man die dichte, emotionale Atmosphäre der Verhöre förmlich auf der Haut spürt. Es sind aber nicht nur die wirklich aufregenden Szenen im Gerichtssaals, die diesen Thriller zu einem hochkarätigen Lesevergnügen machen, sondern auch die psychologischen Momente, die sichtbar werden, wenn Menschen in die Enge getrieben werden und nahe am Abgrund stehen. Und dann ist „Miracle Creek“ auch noch viel mehr als ein Thriller, denn es geht auch um gesellschaftliche Betrachtungen: Wie gehen wir mit Menschen mit Einschränkungen um, welche Empathie haben wir gegenüber deren Familien, wie funktioniert Integration was bedeutet Glück für jeden einzelnen und zuletzt, was alles tut der Mensch aus Liebe?
Ein atemberaubender Roman über das „Mensch“ sein, realistisch und schonungslos.

Angie Kim
Miracle Creek
Hanserblau
3-446-26630-8

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